Die TV-Serie „Westworld“ wurde nach vier Staffeln abgesetzt. Davon lässt sich der Drehbuchautor des Sci-Fi-Dramas aber nicht verunsichern.

Der „Westworld“-Macher lässt sich nicht verunsichern. Vor zwei Jahren wurde die Sci-Fi-Western-Serie wegen geringer Quoten überraschend abgesetzt. Drehbuchautor Jonathan Nolan (47) bemüht sich seither um ein würdiges Ende für das einst gefeierte Fernsehspektakel. „Wir möchten die Geschichte, die wir begonnen haben, zu Ende bringen. Ich bin so verdammt stolz auf das, was wir gemacht haben. Es war eine außergewöhnliche Erfahrung“, erklärte er „The Hollywood Reporter“ in einem Interview.

„Ich denke, es wäre ein Fehler, zurückzublicken und nur Bedauern zu empfinden [darüber, wie es endete]. Aber der Wunsch, es zu Ende zu bringen, ist immer noch sehr groß“, führte der Bruder von Oscarpreisträger Christopher Nolan (53) aus. Er habe auch acht Jahre und einen neuen Regisseur gebraucht, um den Hollywoodstreifen „Interstellar“ fertigzustellen und die Herausforderung dann doch gemeistert.

„Westworld“ wurde aus dem Programm gestrichen

Zu Beginn begeisterte „Westworld“ Zuschauer und Kritiker gleichermaßen. Die TV-Serie konnte 54 Emmy-Nominierungen einheimsen und den Preis neunmal mit nach Hause nehmen. Zuletzt schwankten die Einschaltquoten allerdings stark und es gab Kritik am Drehbuch. Das Drama wurde schließlich noch vor der geplanten fünften Staffel abgesetzt und aus dem Fernsehprogramm gestrichen.

Zusätzlich nahm der Sender HBO die Serie von seiner Streamingplattform und verfrachtete sie auf kostenlose Websites. Das sieht Jonathan Nolan nicht als Bestrafung an. „Die Anzahl der Menschen, die man mit einem kostenlosen, werbegestützten Dienst erreichen kann, ist wesentlich höher als bei einem Abonnementdienst“, betonte er im Interview.

Komplexes Science-Fiction-Western-Drama

„Westworld“ handelt von einem futuristischen Freizeitpark, in dem Roboter zum Einsatz kommen. Diese sollen den Besuchern ein authentisches Gefühl des Wilden Westens vermitteln. Nolan und seine Frau Lisa Joy entwickelten ein gezieltes Verwirrspiel mit immer neuen Zeitebenen. Dabei blieben viele Fragen offen, die in einem würdigen Finale gelöst werden könnten.